CDA und Claudia Middendorf besuchen das SZB Wassenberg

Wassenberg. Claudia Middendorf, Behinderten- und Patientenbeauftragte der Landesregierung NRW (CDU), besuchte am Donnerstag, 15.08.2019, das Seniorenzentrum Wassenberg. Im Rahmen der Sommertour der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) kam Middendorf in Begleitung ihrer Praktikantin, Lilly Sistermanns, und den Vertretern des CDA-Kreisvorstandes um einen Einblick in die Einrichtung zu gewinnen.

Nach der Begrüßung durch Marcel Drießen, Betriebsleitung Heinrichs Gruppe, und Björn Cranen, Management Sozialtherapeutische Dienste, gab es bei einem Rundgang durch die Einrichtung die Gelegenheit, sich ein umfassendes Bild von der Arbeit im Seniorenzentrum zu machen. Unterdessen verlagerten einige Bewohner ihre Musikaktivität auf die Flure. Claudia Middendorf zeigte sich beeindruckt: „Ein gemeinsames Singen mit Karawane erlebe ich in Pflegeheimen nicht oft.“ Ihre Aufmerksamkeit fiel zudem auf die großzügigen Flure und deren freundlicher Stil. Cranen erklärte, warum die Bauweise und das Betreuungskonzept in den Pro8-Häusern besonderes ist: „Der Begriff Pro8 steht für eine spezielle Architektur, die demenzkranken Menschen mehr Lebensqualität bietet als die eines üblichen Pflegeheims. Weil die Häuser in Form einer Acht gebaut sind, werden sie demenzkranken Menschen mit hohem Bewegungsdrang gerecht, da sie ihnen unendliche Wege in Form von sehr breiten und hellen Gängen bieten. Bei unserer täglichen Arbeit richten wir uns an dem personenzentrierten Ansatz des britischen Psychogerontologen Tom Kitwood aus, der das Wohlbefinden eines Menschen in den Mittelpunkt stellt. Dabei geht es nicht darum, den Bewohnern zu zeigen, was sie nicht mehr können, sondern sie bei dem zu unterstützen, was sie noch können. Von ihm stammt ebenfalls das Dementia Care Mapping (DCM), ein wissenschaftliches Beobachtungsverfahren, welches im SZB Wassenberg zur Verbesserung der Pflege und Betreuung von Demenzkranken dient.“

Middendorf betonte im Gespräch, dass es wichtiger denn je sei, sich auf den Menschen einzustellen. Sie brachte zum Ausdruck, dass das persönliche Gespräch und die Zeit für den Bewohner in ihren Augen von enormer Bedeutung sind. Weiterhin machte sie deutlich, dass der Personalschlüssel dabei eine wichtige Rolle spielt. Außerdem seien sehr gut geschulte Mitarbeiter entscheidend.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen hielt das Programm für die CDA-Sommertour eine Frage- und Austauschrunde bereit. Tanja, Isabelle, Laura und Lorena, vier junge Mitarbeiterinnen aus der Betreuung, Pflege, und dem Sozialtherapeutischem Dienst, richteten konkrete Fragen an Claudia Middendorf und die Vertreter des CDA-Kreisvorstandes: Was sagen sie zum Fachkräftemangel? Wie erklärt sich die unfaire Gestaltung der Gehälter in Deutschland? Macht ein Studium in der Pflege Sinn? Was unternehmen Sie persönlich für mehr Anerkennung im Pflegeberuf?
Diese Austauschrunde bildete einen ganz neuen Aspekt im Rahmen der CDA-Sommertour und brachte einen regen Austausch mit sich. Dietmar Lux, stellvertretender Vorsitzender CDA, unterstrich im Anschluss: „Einfach große Klasse, dass heute der direkte Austausch mit den Mitarbeitern zustande kommt.“
Darüber hinaus richteten alle Beteiligten ein großes Lob an die Küche!

Pressefoto: v. l. n. r. Björn Cranen (Management Sozialtherapeutische Dienste Heinrichs Gruppe), Dr. Armin Leon, Beisitz im Vorstand CDA, Thomas Schnelle (Landtagsabgeordneter CDA), Christine Reichel (Beisitz im Vorstand CDA), Heino Hamel (Kreisvorsitzender CDA), Dieter Schröders (Beisitz im Vorstand CDA), Claudia Middendorf (Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie Patienten in NRW), Dietmar Lux (stellv. Vorsitzender CDA), Simone Below (Einrichtungsleitung Heinrichs Gruppe), Martin Offergeld (stellv. Vorsitzender CDA), Hans-Peter Benetreu (Ehrenvorsitzender CDA), Marcel Drießen (Betriebsleitung Heinrichs Gruppe)

Fotos: Heinrichs Gruppe/Danica Klein