Fachbegriffe

Wissenswertes von A-Z

Altenheim ein Altenheim ist eine Einrichtung zur Pflege und Betreuung alter Menschen. Der Begriff wird oft als Oberbegriff für alle stationären Einrichtungen gebraucht, obwohl es bei Altenheimen große Unterschiede gibt bezüglich der angebotenen Pflege und Betreuung. So sind unsere SZB-Häuser beispielsweise das, was man gemeinhin unter Altenheim versteht: Die Pflegebedürftigkeit der Bewohner ist geringer als die in einer beschützten Pro8-Einrichtung, in der Menschen mit Demenz leben.

Adipositas Adipositas oder Fettleibigkeit gilt in Deutschland nicht direkt als Erkrankung, sondern als körperlicher Zustand oder als eine chronische Gesundheitsstörung. Jedoch gehören die Adipositas und ihre Vorstufe, das Übergewicht, zu den wichtigen Ursachen bedeutsamer Folgeerkrankungen wie etwa Bluthochdruck, Verkalkung der Herzkranzgefäße (koronare Herzerkrankung), Zuckerkrankheit vom Typ 2, Krebs sowie verschiedener orthopädischer und psychischer Leiden.

Aktivierende Pflege Aktivierende Pflege ist ein Pflegestil, der die vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen eines Menschen bei der Durchführung einzelner Pflegemaßnahmen miteinbezieht. Dieser Pflegestil soll – im Gegensatz zur kompensatorischen Pflege – verhindern, dass Fähigkeiten wegen fehlender körperlicher und geistiger Übung weiter abnehmen. Im Idealfall können dadurch sogar verlorengegangene Fähigkeiten wiedererlangt werden.

Ambulanter Pflegedienst Der ambulante Pflegedienst unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege zu Hause. Er bietet Unterstützung und Hilfe im Alltag, damit pflegende Angehörige zum Beispiel Beruf und Betreuung besser organisieren können. Das Personal des Pflegedienstes kommt zu den Pflegebedürftigen nach Hause und hilft fach- und sachkundig bei der täglichen Pflege. Die ambulante Pflege ermöglicht Betroffenen, trotz Pflegebedürftigkeit in der vertrauten Umgebung zu bleiben.

Alzheimer Die Alzheimer-Krankheit ist eine hirnorganische Krankheit. Sie ist nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer (1864 - 1915) benannt, der die Krankheit erstmals im Jahre 1906 wissenschaftlich beschrieben hat. Der größte Risikofaktor für die Entwicklung einer Alzheimer-Krankheit ist das Alter. Nur in seltenen Fällen sind die Betroffenen jünger als 60 Jahre. Kennzeichnend für die Erkrankung ist der  langsam fortschreitende Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten. Im Gehirn von Alzheimer-Kranken sind typische Eiweißablagerungen (Amyloid-Plaques) festzustellen. Zum Krankheitsbild gehören Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Sprachstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens sowie Veränderungen der Persönlichkeit.

Betreutes Wohnen Als betreutes Wohnen werden Wohnformen bezeichnet, in denen Menschen Unterstützung finden, die je nach Lebenssituation unterschiedliche Formen der Hilfe benötigen. Das sind beispielsweise alte, psychisch kranke oder seelisch, geistig und/oder körperlich behinderte Menschen. Die Betreuung wird durch Sozialarbeiter, Psychologen, Erzieher, Therapeuten oder Pflegekräfte gewährleistet.

Chorea Huntington Chorea Huntington ist eine bis heute unheilbare erbliche Erkrankung des Gehirns. Betroffene leiden an einer fortschreitenden Zerstörung eines Bereichs des Gehirns, der für die Muskelsteuerung zuständig ist. Dadurch kommt es zu unwillkürlichen Bewegungen der Patienten und zur Störung des Gefühllebens und der Mimik. Meist tritt Chorea Huntington zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf und führt durchschnittlich 15 bis 20 Jahre nach den ersten Symptomen zum Tod.

Dementia Care Mapping Dementia Care Mapping (DCM, engl.: Standortbestimmung der Pflege dementiell Erkrankter) ist ein in England von Tom Kitwood und Kathleen Bredin entwickeltes personenzentriertes Evaluations- und Beobachtungsverfahren, das zur Optimierung der Pflege von an Demenz erkrankten Menschen dient. Es ist insbesondere für die Abbildung der Lebensqualität und des innerpsychischen Wohlbefindens von Erkrankten geeignet, die keine adäquaten verbalen Rückmeldungen mehr geben können.

Demenz Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können. Die häufigste Form der Demenzerkrankungen ist die Alzheimer-Demenz ("der Alzheimer"). Rund 60 % aller Demenzen werden durch eine Alzheimer-Demenz hervorgerufen.

Eigenanteil Der Pflegebedürftige muss für die sogenannten Hotelkosten selbst aufkommen. Diese umfassen in der Regel Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. Diese Kosten variieren von Heim zu Heim. Eine detaillierte Berechnung des Eigenanteils kann nur individuell erfolgen. Pflegeheime geben ihre Kosten in der Regel in Tagessätzen an. Davon abgezogen wird die Leistung der Pflegekasse entsprechend der Pflegestufe. Da Monate unterschiedlich lang sind, die Pflegekasse aber immer gleich viel leistet, variiert der monatliche Eigenanteil.

Gerontopsychiatrie Die Gerontopsychiatrie ist ein Fachgebiet der Psychiatrie und beschäftigt sich mit älteren Menschen und ihren psychischen Erkrankungen. Wegen des demographischen Wandels nimmt die Bedeutung dieses Fachgebietes zu.

Grundpflege Damit ist die Gesamtheit aller körperbezogenen Tätigkeiten wie Körperpflege, Ernährung, Mobilität und prophylaktische Maßnahmen, also Pflegeleistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XI gemeint. Der Begriff der Grundpflege wird auch in der häuslichen Krankenpflege verwendet. Diese Grundpflege bekommt man durch ärztliche Verordnung auch ohne Pflegestufe. Richtig ist, dass sich die Leistungen oft überschneiden und viele Pflegebedürftige beides, also Leistungen der Grundpflege und eine häusliche Krankenpflege, erhalten.

Hausnotruf Der Sinn des Hausnotrufsystems besteht darin, dass jederzeit ein Notruf möglich ist, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, ohne Feuerwehr oder Rettungsdienst alarmieren zu müssen. Der Hausnotruf vermittelt ein Gefühl der Sicherheit für den Pflegebedürftigen ebenso, wie für die Angehörigen.

Härtefallregelung Der Pflegeaufwand wird bestimmt durch die Art, die Dauer und den Rhythmus der erforderlichen Pflegemaßnahmen. Dieser kann sich aufgrund der individuellen Situation des Pflegebedürftigen als außergewöhnlich hoch bzw. intensiv darstellen, wenn die täglich durchzuführenden Pflegemaßnahmen das übliche Maß der Grundversorgung der Pflegestufe 3 quantitativ oder qualitativ weit übersteigen.

Kurzzeitpflege In der Kurzzeitpflege wird ein pflegebedürftiger Mensch für einen begrenzten Zeitraum vollstationär in einem Pflege- oder Altenheim aufgenommen. Kurzeitpflege kann zum Beispiel in Anspruch genommen werden, wenn sich eine Pflegebedürftigkeit unerwartet verschlimmert oder der Partner eines pflegebedürftigen Menschen krank wird.

MDK MDK ist die Abkürzung für "Medizinischer Dienst der Krankenversicherung". Er soll als neutraler und unabhängiger Beratungs- und Begutachtungsdienst für alle Kranken- und Pflegekassen arbeiten und wird bei medizinischen Fragen zu Rate gezogen. Träger des Medizinischen Dienstes sind die gesetzlichen Krankenkassen.

Palliativ Care Palliative Care ist der Oberbegriff für alle Bereiche der Versorgung unheilbar Schwerkranker und Sterbender, wie die Palliativmedizin und -pflege sowie die Hospizarbeit.

Personenzentrierter Ansatz Der personenzentrierte Ansatz geht unter anderem auf den englischen Sozialpsychologen und Psychogerontologen Tom Kitwood zurück. Im Zentrum steht die Stärkung des Personseins. Der Mensch steht im Mittelpunkt des Handelns – mit allem, was er mitbringt, sich wünscht oder was er vielleicht auch nicht mehr kann.

Pflegende Angehörige Viele pflegebedürftige Menschen haben den Wunsch, in den eigenen vier Wänden gepflegt zu werden und viele Angehörige möchten sich auch um ihre pflegebedürftigen Verwandten kümmern. Die Pflegeversicherung bietet verschiedene Leistungen, Hilfestellungen und Absicherungen, um den pflegenden Angehörigen die Pflege zu Hause zu erleichtern.

Pflegebedürftigkeit Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen. Nach der Definition des Pflegeversicherungsgesetzes sind damit Personen erfasst, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung im Bereich der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung auf Dauer - voraussichtlich für mindestens sechs Monate - in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Pflegedokumentation Die Pflegedokumentation ist für alle Pflegedienstleister, also Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Wundschwestern usw. das wichtigste Arbeitsmittel. Zweck der Dokumentation ist Herstellung und Sicherung von Qualität in Behandlung und Pflege sowie Transparenz des Behandlungsverlaufs und Information der an Behandlung und Pflege Beteiligten.

Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung zur Absicherung des Risikos, pflegebedürftig zu werden. Sie wurde 1995 in Deutschland als ein eigenständiger Zweig der Sozialversicherung eingeführt und ist im SGB XI gesetzlich geregelt. Versicherungspflichtig sind alle,  die Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung oder einer privaten Krankenkasse sind.

Pflegestützpunkt Ein Pflegestützpunkt ist eine örtliche Anlaufstelle für Pflegebedürftige bzw. deren Angehörige. Pflegestützpunkte sollen den organisatorischen Aufwand bei der Beantragung von Leistungen zur Behandlung von Erkrankungen, Hilfe bei der Pflege und von der Altenhilfe reduzieren.

Pflege-Transparenzvereinbarung Die Leistungen der Pflegeeinrichtungen sowie deren Qualität müssen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen verständlich, übersichtlich und vergleichbar im Internet veröffentlicht werden. Seit dem 1. Juli 2009 bilden die Ergebnisse der MDK-Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen die Grundlage für die Ermittlung und Veröffentlichung von Pflegenoten

Pro8 Der Begriff Pro8 steht für eine besondere Architektur, die demenzkranken Menschen mehr Lebensqualität bietet als die eines üblichen Pflegeheims. Weil die Häuser in Form einer Acht gebaut sind, werden sie demenzkranken Menschen mit hohem Bewegungsdrang gerecht. 2007 bekam die Heinrichs Gruppe für das Pro8-Konzept den Innovationspreis der Region Aachen.

Servicewohnen Servicewohnen nehmen ältere Menschen in Anspruch, die nicht zwangsläufig einen ausgeprägten Hilfe-, Betreuungs- und/oder Pflegebedarf haben, jedoch in einer Wohnanlage leben wollen, die neben barrierefreiem Wohnraum eine Reihe von Grundleistungen im Bereich der Sicherheit, allgemeiner Betreuung und sogenannter niedrigschwelliger Unterstützungsleistungen bietet, die das selbständige Leben erleichtern.

Tagespflege Tagespflegeeinrichtungen betreuen pflegebedürftige Menschen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigungen nicht oder nicht mehr in der Lage sind, tagsüber allein in der Wohnung zu bleiben, ansonsten aber von ihren Angehörigen oder anderen Personen gepflegt werden. Dazu gehören auch Pflegebedürftige mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (wie Demenz), die hauptsäch